Feldafing wird Erinnerungsort
- 27. Feb.
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Feldafing verfolgt ein Erinnerungskonzept zu seiner besonderen historischen Vergangenheit. Finanziert wird das Projekt durch Spenden, an denen sich auch die Convivo-Stiftung beteiligt.
Feldafing hat eine wechselvolle Geschichte - als Villenort, Sitz der Reichsschule der NSDAP und später des größten rein jüdischen Displaced-Persons-Camp. Niedergeschrieben ist diese Geschichte in dem Buch "Traum und Albtraum. Feldafing im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit", erschienen im Herbst 2024.
Erinnerungsstelen mit Informationstafeln in drei Sprachen - Deutsch, Englisch und Hebräisch - sollen an historisch bedeutsamen Stellen aufgestellt werden. Die bedeutsamen Stellen reichen von Villen, die einmal dem Künstlerleben und später als Zufluchtsort für Displaced Persons dienten, bis zu heute denkmal-geschützten Gebäuden auf dem Bundeswehrgelände, in dem die Reichsschule untergebracht war. Das Villino, wo Thomas Mann Teile seines "Zauberbergs" schrieb, steht für die Literatenszene und am Eingang des Bundeswehrgeländes erzählen Stelen die Geschichte der Reichsschule und des späteren DP-Camps.
Die Sorge, dass im Haushalt der Gemeinde Feldafing kein Geld für die Stelen zur Verfügung steht, konnte durch eine erste Spende seitens der Convivo-
Stiftung ausgeräumt werden. Mittlerweile haben sich genügend Spender gefunden, so dass das Konzept realisiert werden kann.
Das ehrenamtliche Engagement des Historiker Ehepaars Frau Professor Marita Krauss und Erich Kasberger und deren Einsatz für ein Informations- und Bildungskonzept bewertet die Convivo-Stiftung als vorbildlich und hat daher ihre finanzielle Unterstützung mit 4.000 Euro für die Beschaffung von Stelen zugesagt.

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